Euphorie, Anspannung und jede Menge Wind - Finale am Neusiedlersee

Copyright: SBL/Wolfgang Schreder

Seit diesem Jahr hat Österreich endlich seine eigene Segel-Bundesliga. Von 10. bis 12. Juli feierte das neue Format am Traunsee seine Premiere. Kommendes Wochenende wird beim Finale am Neusiedlersee erstmals der österreichische Meister gekürt. 15 Clubs konnten im ersten Jahr der Österreichischen Segel-Bundesliga sponsored by SAP begeistert werden und alle jagen sie am Wochenende den aktuellen Tabellenführer – den Union Yacht Club Mondsee!

Akkribische Vorbereitung

„Ich bin begeistert wie der Enthusiasmus an die Teams übergegangen ist“, strahlt Wolfgang Schreder, Obmann Österreichische Segel-Bundesliga sponsored by SAP. Und er hat auch allen Grund dazu. Die Teams bereiten sich auf das Finale am Neusiedlersee mehr als nur akkribisch vor. Viele Clubs nutzten die Möglichkeit um auf der Lago 26 zu trainieren. Ein wichtiger Punkt, um von Beginn an vorne dabei zu sein, wie Wolfgang Schreder verrät: „Jede Stunde die du auf dem Boot auf dem Wasser verbringst ist ein Vorteil, weil die Handgriffe automatisiert werden können.“

Die Ausgangslage

In der Tabelle fürht der Union Yacht Club Mondsee mit einem Punkt Vorsprung auf den Yacht Club Bregenz. Fünf Punkte hinter den Oberösterreichern rangiert aktuell der Burgenländische Yacht Club. Beim Premierensieger vom Traunsee, dem Union Yacht Club Mondsee, wird am Wochenende Steuermann Christoph Skolaut fehlen.

Trotzdem ist man zuversichtlich beim Tabellenführer, da man das Boot bereits gut kennt. Für die Vorarlberger spricht, dass sie mit einem perfekt eingespielten Team nach Neusiedl am See kommen werden. Zudem ist Teamleader Max Trippolt bereits auf der Lago 26 im Wettkampf gesegelt. Bei fünf Personen an Bord muss das Zusammenspiel perfekt passen.

Für den Burgenländischen Yacht Club spricht, dass sie den See und all seine Besonderheiten in und auswendig kennen. Zudem haben sich die Burgenländer ganz klar einen Platz unter den Top 2 in der Endtabelle als Ziel gesetzt um an der Champions League teilnehmen zu können.

Wolfgang Schreder: „Schwierig wird es für die Teams wenn die ersten Fehlschläge kommen. Beim Burgenländischen Yacht Club kennen Clemens Kruse und Thomas Czajka den See wie ihre Westentasche. Wenn die die Wetterbedingungen lesen, wissen sie genau wo sie hinfahren müssen und wie der Wind dreht.“

Der See und seine Tücken

Die Wettervorhersage verspricht für das Wochenende viele Flights. Für das gesamte Wochenende ist mäßiger bis lebhafter Wind aus Nord bis Nordost angesagt. Genau dieser Nordwind birgt Chancen und Gefahren da er eher böig kommt und in einem großen Windfenster rauf und runter geht.

Die durch den Wind entstehenden kurzen Wellen sind zudem unangenehm zu fahren.

Durch die geringe Wassertiefe ergibt sich ein schwierig zu segelndes Wellenbild. Die Wellen sind steiler als jene auf tiefen Gewässern, haben jedoch den gleichen Rhythmus (3 kleine, 2 große). Die Wellenbewegung erfolgt nahezu nie exakt zur Windrichtung und weicht normalerweise immer nach rechts ab. Die Wellen sind wesentlich höher, als man es von der Wassertiefe erwarten würde.

Perfekte Bedingungen für die Zuseher

Fans und Segelbegeisterte können die Wettfahrten vom Strandbad aus mitverfolgen. Zudem wird man ständig Informationen durchsagen und das neue SAP Sailing Analytics Tool einsetzen damit das Finale der Österreichischen Segel-Bundesliga sponsored by SAP so hautnah wie möglich mitverfolgt werden kann.

Österreichische Segel – Bundesliga sponsored by SAP

21. – 23. Ausgust 2015

Bundesleistungszentrum des Österreichischen Segelverbandes

Seegelände 10 / Segelhafen Ost, 7100 Neusiedl am See