Finale Tag 1: YC Bregenz und Burgenländischer YC gleichauf

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Am Freitag startete in Neusiedl am See das Finale der Österreichischen Segel-Bundesliga sponsored by SAP. Die ersten beiden Flights des Final-Wochenendes konnten sowohl der Yacht Club Bregenz als auch der Burgenländische Yacht Club für sich entscheiden. Das direkte Duell zwischen den Vorarlbergern und den Siegern vom Traunsee, dem Union Yacht Club Mondsee, konnte die Mannschaft aus dem Ländle für sich entscheiden und eröffnete damit den Kampf um den Meistertitel. Im Mittelfeld konnte der Segelclub Mattsee mit zwei zweiten Plätzen überraschen.

Perfektes Zusammenspiel Voraussetzung

Erneut erwartete die Teams bei wenig Wind außergewöhnlich schwere Bedingungen. Jeder Handgriff auf der schnellen Lago 26 musste sitzen. Die Topteams kamen am Neusiedlersee mit dem schwachen Wind und der Bootsklasse am besten zurecht. Auf der Lago 26 segeln die Teams zu fünft, das Zusammenspiel der einzelnen Mannschaftsmitglieder wurde dadurch zu einem entscheidenden Faktor.

Beim Yacht Club Bregenz liefen die einzelnen Manöver nahezu perfekt ab, was ihnen auch im direkten Duell mit dem Union Yacht Club Mondsee den Sieg brachte. Dem zollte auch Georg Skolaut, Union Yacht Club Mondsee, Respekt: „Bregenz war beim Start auf der linken Seite ein wenig bevorzugt und hat das bis zum Ende durchgezogen. Bei den Manövern hat man einfach gesehen, dass das Team perfekt eingespielt ist. Man muss sehr viel auf den Wind schauen. Wir haben ehrlicherweise noch mit dem Boot zu kämpfen, sind darauf noch nicht wirklich eingespielt. Wir mussten während der Regatta Aufgaben umverteilen. Trotzdem sind wir zufrieden, die Mannschaft ist ganz neu im Vergleich zum Traunsee und wir sind nach wie vor vorne dabei.“

Was für die Konkurrenz scheinbar einfach aussah,war bei den Vorarlbergern das Produkt langer und harter Arbeit. Max Trippolt, Teamleader Yacht Club Bregenz: „Es war nicht einfach heute, da der Wind extrem viel gedreht hat. Die Windlöcher sind das gefährliche, aber mit einer guten Mannschaft kann man das korrigieren. Das Wochenende ist noch lang nicht fertig. Am Sonntag soll es Südwind haben, auf den freuen wir uns.“

Ziel Champions League vor Augen

Neben den Vorarlbergern präsentierte sich auch der Burgenländische Yacht Club in Topform. Clemens Kruse und sein Team konnten die ersten beiden Wettfahrten für sich entscheiden. Hält die Form an, darf man gespannt sein, ob sie in der Endtabelle noch auf Platz 2 vorstoßen können.

Clemens Kruse, Burgenländischer Yacht Club: „Bei diesen kurzen Kursen haben wir nicht wirklich einen Heimvorteil. Die Mannschaft hat sich zum Traunsee ein wenig verändert, aber es klappt sehr gut. Unsere erste Wettfahrt war sauber, bei der zweiten hatten wir aufgrund der wechselnden Windbedingungen Glück. Hoffentlich kommt an den kommenden Tagen noch ordentlich Wind auf, damit wir so viel wie möglich segeln können.

Mit Routinier Ernst Seidl auf Tuchfühlung zu den Topteams

Der Segelclub Mattsee reiste mit dem zweifachen Teilnehmer an Olympischen Spielen, Ernst Seidl, an den Neusiedlersee. Insgesamt wurde das Team im Vergleich zum Traunsee komplett verändert. Musste man am Traunsee noch drei letzte Plätze beklagen, segelte das Team am ersten Wettkampftag beim Finale der Österreichischen Segel-Bundesliga sponsored by SAP zweimal auf Platz 2.

Stefan Scharnagl, Segelclub Mattsee: „Wir segeln im Vergleich zum Traunsee mit einem komplett anderem Team. Auch das Boot ist komplett neu für uns. Die Bedingungen sind schwierig aber es macht Spaß. Nach dem Wochenende am Traunsee ist für uns nicht mehr viel drinnen, aber wir wollen noch schauen, was sich am Ende ausgeht.“

Aktuell liegt der Segelclub Mattsee punktegleich mit dem SCTWV Achensee und der Celox Racing Association auf Tuchfühlung zu den drei führenden Teams Yacht Club Bregenz, Burgenländischer Yacht Club und dem Union Yacht Club Mondsee.

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