Nicht vom Glück verfolgt

30 Segelclubs aus 14 Nationen segeln seit heute Freitagnachmittag in Porto Cervo um den Champions League Titel. Dabei erfuhren Österreichs Spitzenklubs eine durchaus harte Landung vor der Küste Sardiniens. Bei stürmischen Windbedingungen hatten die österreichischen Vertreter auch mit den für sie ungewohnten Booten der J70-Klasse zu kämpfen. „Wir konnten im Vorfeld nur bei Leichtwind mit den Booten am Bodensee trainieren. Mit dem Speed waren wir heute durchaus zufrieden, auch das Handling war OK. Wir haben unsere Möglichkeiten insgesamt aber noch nicht wirklich umsetzen können“, resümiert Jodok Küng vom Team Trippolt den ersten Champions League Tag.

Penalty verhindert Top-Platzierung

Durchaus zufrieden zeigt sich das Team vom Achensee. Sie kassierten in ihrem zweiten Rennen des Tages einen Penalty und vergaben damit im Zwischenklassement einen Platz knapp an den Top Ten. Mit einer Wild Card kurzfristig an Bord gekommen und entsprechend ohne Möglichkeit zur Vorbereitung, sehen die Tiroler vor allem im Handling noch Luft nach oben. „Dazu sind wir bei den herrschenden Starkwindbedingungen auch mit dem Mannschaftsgewicht im unteren Bereich“, so Stefan Warminger vom SCTWVA.

BYC - Umstieg auf Reserveboot

Actionreich begann die Sailing Champions League auch für das Team des Burgenländischen Yacht Clubs. Sie mussten aufgrund des Schadens an dem Boot, das sie übernommen haben, noch vor dem ersten Start auf das Reserveboot umsteigen. Damit blieb zur unmittelbaren Rennvorbereitung kaum mehr Zeit. „Es hat sich vor allem bei den herrschenden Bedingungen gezeigt, dass die Teams aus den Nationen, die auch national mit den J70-Booten segeln, aufgrund des besseren und sicheren Handlings im Vorteil sind. Uns hat es im ersten Rennen mit dem ungeplanten, aber notwendigen Tausch zum Reserveboot gleich doppelt erwischt“, erzählt Clemens Kruse. Über Platz sechs kamen die Burgenländer damit nicht hinaus. Mit Platz drei im zweiten Rennen des Tages zeigten sich die Ruster dann aber durchaus zufrieden.