Sichtbarkeit und Breitenwirksamkeit für den Segelsport

Michael Schwabl, Eigentümer der österreichischen Firma ondot.solutions, über sein Engagement für die Österreichische Segel-Bundesliga 2016, über die Faszination Segeln und was er sich für die Saison 2016 wünscht.

Was zeichnet für Sie die SBL aus?

Wir sind selber ambitionierte Segler, deswegen begrüßen wir es sehr, dass es jetzt auch in Österreich eine Segel-Bundesliga gibt. Wir wünschen uns, dass die SBL mehr Sichtbarkeit für den Sport schafft. Die Segelbundesliga hat die Möglichkeit, zum Zugpferd zu werden und den Sport für die Breite und die Zuschauer zu öffnen.

Was waren Ihre Beweggründe Teil des neuen Formats zu werden?

Es gibt keinen Spitzensport ohne Breitensport. Hier kann die Segelbundesliga ansetzen. Mit unserer finanziellen Unterstützung wollen wir unseren Beitrag dazu leisten – dass die SBL mit ihren Events den Segelsport der Breite zugänglich macht und die Öffnung gegenüber Zuschauern und Publikum vorantreibt. 

Was fasziniert Sie am Segelsport?

Segeln ist ein Teamsport, das ist heute wichtiger denn je. Als Einzelkämpfer kommt man nicht weit. Der Teamspirit beim Segeln ist wirklich ganz speziell. Die emotionale Verbindung der Mannschaft am Boot und die Gruppendynamik machen vieles möglich.   Damit lassen sich Erfolge wie Niederlagen hebeln.  Darüber hinaus kennt Segeln kein Alter. Der Sport zeichnet sich auch durch die Verbindung der verschiedenen Elemente aus, die man am Boot erlebt – Wasser, frische Luft, das Wetter.

Wie sind Sie auf die SBL aufmerksam geworden?

Wir treiben selbst den Breitensport über eigene Projekte mit den Lagos im Bundesleistungszentrum am Neusiedlersee voran. Insofern haben wir die Entwicklung der SBL mit Interesse verfolgt. Ausschlaggebend war schlussendlich, dass unser King Yachting Club in den OeSV aufgenommen wurde und wir damit selbst  die Möglichkeit zur Qualifikation für die SBL haben.

Wie ist Ihre Taktik, wenn der Wind bläst und starker Wellengang das Boot zum Schaukeln bringt?

In herausfordernden Situationen gilt es Gelerntes umzusetzen. Das Team muss im ruhigen Gewässer ein Prozedere für den Ernstfall erarbeiten und einlernen. Wenn sich die Crew dann bei Sturmgang daran hält, kann alles klappen – das ist das Spannende daran.

Was wünschen Sie den Teams und den Veranstaltern für 2016?

Ganz klar -  erfolgreiche Events mit vielen Teilnehmern und noch mehr Zuschauern. Das Ganze muss medial optimal vermittelt werden –im wahrsten Sinne des Wortes also die Türen öffnen, damit die Zuschauer kommen. Man sollte es wie die großen Vorbilder halten und den Segelsport via Großbildschirmen ans Ufer bringen, damit die Breitenwirksamkeit sich voll entfalten kann. Besonders das Areal des BLZ mit dem Strandbad in Neusiedl eignet sich dafür perfekt – dort soll eine richtige Bundesliga-Party steigen.

Wo Sehen Sie die SBL in 5 Jahren? Haben Sie eine Vision?

Sportlich ist das klar - bei den Akteuren ist das Interesse da.  Die Segelfreaks würden und werden alle gerne dabei sein. Das ist der leichte Teil. Ausschlaggebend wird sein, ob man es schafft, dass Publikum zu erreichen und eine nachhaltige Finanzierung auf die Beine zu stellen. Wünschenswert wäre eine entsprechende Vermarktung, wie zum Beispiel eine Fernsehübertragung in einem ORF-Randgruppenkanal.