SBL Quali: Liga-Routiniers vs. Newcomer

Sechs Segelklubs kämpfen am kommenden Wochenende am Mattsee um vier Plätze in der Segel-Bundesliga 2019. Während drei Teams ihren Startplatz aus dem Vorjahr bestätigen möchten, nehmen drei weitere Teams die Herausforderung an, um in der kommenden Saison Teil des Bundesligaformats zu werden. Für die nächsten drei Jahre mit Sicherheit mit an Bord bleibt die Schöchl-Werft, mit der die Boots-Partnerschaft verlängert wurde.


Die Plätze 15-18 der abgelaufenen Saison müssen in der Relegation ihren Bundesliga-Startplatz 2019 bestätigen. Der Segelclub Kammersee verpasste beim letzte Tourstopp am Mondsee nur hauchdünn die direkte Qualifikation. Punktegleich mit dem Bregenzer Segel Club zogen die Oberösterreicher den Kürzeren und müssen sich nun in der Relegation beweisen. Erst kürzlich feierte der SCK ein Erfolgserlebnis. Das oberösterreichische Team dominierte die Österreichische Jungend-Bundesliga und gewann in diesem Bewerb jedes ihrer Rennen. In der Relegation kann der SCK auf wieder auf Steuermann Michael Ahlborn zurückgreifen.

Der Union Yacht Club Neusiedlersee verpasste wie auch der Union Yachtclub Attersee die direkte Quali. Während die Burgenländer allerdings unverändert in der Relegation antreten werden, schickt der UYCAs seine Promis ins Rennen. Der Klub-Präsident selbst, Michael Farthofer, übernimmt das Steuer und bringt damit jede Menge Routine auf das Boot. Neben einem Europameistertitel und einen Vizeweltmeistertitel, durfte die österreichische Soling-Legende 1984 bei den olympischen Spielen teilnehmen. „Für uns hat die Entwicklung unserer jungen Segler höchste Priorität. Wir haben aber auch bei anderen Teams gesehen, dass die Talente am besten gefördert werden können, wenn ein erfahrener Segler mit an Bord ist. Ich hoffe, dass ich mit meiner Erfahrung etwas dazu beitragen kann, auch wenn die Qualifikation alles andere als einfach wird," so Farthofer.

Der Kärntner Yachtclub Klagenfurt verzichtete auf die Relegation. Nachdem die Kärntner die Bundesliga auf dem 18. Platz beendeten, will sich das Team erst neuformieren und sich auf gemeinsame Trainings fokussieren. Auf einen Platz in der Seel-Bundesliga lauern dafür drei Teams, die in der vergangenen Saison nicht in der Segel-Bundesliga vertreten waren. Der Yachtclub Velden ist Gründungsmitglied und fungierte in den letzten Jahren als verlässlicher Veranstalter in der Segel-Bundesliga und will nun auch das Comeback in die Bundesliga schaffen. „Nachdem wir 2015 und 2016 bereits aktiver Bestanteil der Segel-Bundesliga waren, wollen wir es jetzt unbedingt wieder versuchen. Mit relativen geringen Ressourcen wollen wir wieder mitmischen. Es wird aber sehr schwierig sein und mit Klubs zu messen, die das ganze Jahr bereits in diesem Format gesegelt sind. Wir haben eine neue Crew am Start, die topmotiviert in die Qualifikation starten wird,“ erzählt Günther Perchinig vom Yachtclub Velden. Beim YCV mit an Bord ist auch Para-Sailing-Staatsmeisterin Marina Perterer, die bei der Europameisterschaft den Einzug ins Medal Race schaffte.
Komplettiert wird das Starterfeld bei der Relegation mit dem Yachtclub Podersdorf und dem Seehamer Segelclub, die beide bereits einmal den Versuch starteten in die Bundesliga aufzusteigen. 

Roland Regnemer, Ligamanager Segel-Bundesliga: „Die Relegation wird mit Sicherheit sehr spannend. Auf die Umstellungen beim UYCAs bin ich bereits besonders gespannt. Nach dem Vorbild vom Wolfgangsee und Breitenbrunn wird ein erfahrener Steuermann ein junges Team anführen. Der SCK hat die Saison mehrfach bewiesen, auf welchem Niveau sie segeln können.“

Schöchl-Werft bleibt Partner der Segel-Bundesliga
Vor mehr als 50 Jahren hat die Mattseer Schöchl-Werft mit der Sunbeam 22 den Grundstein für ihren Erfolg gelegt. Im Jahr 2016 wurde mit der Regattaversion „Sunbeam 22.1“, einer kompletten Neuauflage der „Sunbeam 22“, ein neues Kapitel aufgeschlagen und die Zusammenarbeit mit der Österreichischen Segel-Bundesliga fixiert. Nun wurde die Partnerschaft frühzeitig um weitere drei Jahre verlängert. Mit der Produktion, wie gewohnt nach den neuesten technischen Standards, und einem neuen eye-catcher, werden die Sunbeams auch 2019 wieder in der Segel-Bundesliga in vollem Glanze erststrahlen.