Herzschlagfinale mit Heimsieg
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Die Segelbundesliga gastiert traditionell am ersten Wiener Ferienwochenende am Attersee. Drei Tage Westwetterlage bescherten den Teams 19 Runden und damit 57 Wettfahrten von Freitagmittag bis Sonntag am Nachmittag. In einem Herzschlagfinale setzte sich das Heimteam vom UYC Attersee (UYCAs) punktgleich vor den Titelverteidigern vom Burgenländischen YC (BYC) durch. Der SC Mattsee geht mit einem Punkt Vorsprung im Gesamtklassement in die Sommerpause.

Neun Siege in 19 Wettfahrten konnte das Team des UYC Attersee nach zweieinhalb langen Segeltagen am Ende des zweiten Bundesliga-Tourstopps am Attersee für sich verbuchen. Das war am Ende genau um ein Sieg mehr, als das Team des BYC anschrieb, da beide Teams punktgleich den Bewerb mit 37 Zählern beendeten, schafften es die Gastgeber erstmals in der Geschichte der Bundesliga auf den obersten Podestplatz. „Es war ein unglaublich anstrengendes Wochenende mit einer Rekordanzahl an Rennen“, erklärt David Schuh, Steuermann des UYCAs-Teams, „jetzt sind wir alle müde und einfach nur glücklich, dass wir es nach Hause gesegelt haben.“ Das Gastgeberteam kratzte in den letzten drei Jahren zwei Mal am Heimsieg, letztes Jahr fehlte ein Punkt auf einen Podestplatz. Heuer übernahmen die Atterseer am Samstag die Führung, lagen zwischenzeitlich schon mit fünf Punkten voran. Schlussendlich wurde der zweite Tourstopp der 1. Segelbundesliga in einem Fernduell und in einem Fotofinish entschieden. In der letzten Runde musste der UYCAs mit einem Sieg vorlegen und zumindest noch ein Team zwischen sich und dem SC Mattsee haben, dazu durfte im folgenden und abschließenden Race der BYC nicht gewinnen. Beides gelang, die Titelverteidiger aus Rust kamen bis zum letzten Zieleinlauf bis auf wenige Meter an den UYC Wolfgangsee heran, aber eben nicht vorbei. Mit nur einem Punkt Rückstand beendeten die Mattseer, die den Auftakt in Velden für sich entscheiden konnten, die Regatta auf Rang drei. Im Gesamtklassement konnten sie die Führung verteidigen.
Neuauflage des Titelduells
Dank des Heimsieges konnte sich das Gastgeberteam im Zwischenklassement zur Saisonhalbzeit bis auf Rang vier vorsegeln. Sie liegen punktgleich mit dem SCTWV vom Achensee hinter dem überlegenen Führungsduo. Wie schon in den letzten Jahren läuft alles wieder auf das Titelduell zwischen den Salzburgern vom SCM und dem Rekordmeister aus Rust hinaus. Die Mattseer halten bei 67, die Ruster bei 68 Punkten - für Spannung bei den zwei noch im September folgenden Events ist damit für Sicherheit gesorgt. Doch nicht nur an der Spitze geht es knapp zu, auch am Tabellenende liegen fünf Teams innerhalb von 14 Punkten – die letzten beiden steigen in die 2. Liga ab. Gleich 14 von 18 Teams konnten zumindest eine Wettfahrt für sich entscheiden, ein Zeichen für die seglerische Qualität, die mittlerweile in der höchsten heimischen Liga-Klasse herrscht. Dabei verlangte das Rennwochenende den Teams, der Wettfahrtleitung und den am Wasser agierenden Schiedsrichtern alles ab. Mit 57 Wettfahrten wurde der Ligarekord aus dem letzten Jahr in Velden egalisiert. Liga-Obmann Florian Hofer erklärt: „Rekord hin oder her, wichtig ist, dass unsere Teams möglichst viel zum Segeln kommen. Die Westwetterlage hat es für Wettfahrtleiter Gert Schmidleitner und sein Team genau so schwierig gemacht, wir für die Seglerinnen und Segler. Aber diese Wochenenden sind einfach der Beweis, dass unser Format mit den kurzen Rennen stimmt.“
Die Liga geht jetzt in die Sommerpause, weiter geht es am ersten Septemberwochenende am Traunsee mit der 1. Liga, gleich darauf folgt das Finale der 2. Liga. Der Österreichische Meistertitel wird von 25. bis 27.09. am Mondsee entschieden.
Alle Rennen im Tracking, alle Ergebnisse vom Wochenende sowie das Gesamtklassement finden sich auf:https://austrianleague2026.sapsailing.com/




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